Was bedeuten Diversity, Equity und Inclusion für eine Institution wie die documenta – und wie lassen sich diese Begriffe konkret in Ausstellungspraxis, Organisationsstruktur und öffentlicher Zugänglichkeit übersetzen? Die Podiumsdiskussion bringt drei Akteur*innen der documenta zusammen, die aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen auf diese Fragen blicken: von Produktion und Technik über Ausstellungsmanagement bis hin zu organisationalem Lernen, Barrierefreiheit und Antidiskriminierung. Gemeinsam wird diskutiert, welche Erfahrungen frühere documenta-Ausgaben geprägt haben, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden – von baulichen Anpassungen bis zu leichter Sprache – und welche Herausforderungen sich mit Blick auf die kommende documenta 16 stellen.
Martin Fokken ist Architekt (AKH). Nach dem Architekturstudium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg arbeitete er zehn Jahre in Madrid, vor allem im Wohn- und Gewerbebau sowie im Ausstellungsdesign. Zurück in Deutschland war er zunächst in Hannover tätig, bevor er die technische Leitung der documenta und der Museum Fridericianum gGmbH in Kassel übernahm und seit 2019 Abteilungsleiter für Produktion und Technik ist.
Photo: Iswanto Hartono
Andrea Linnenkohl ist Head of Exhibition Management bei der documenta. Sie studierte Kunstgeschichte, Soziologie und Kulturantrhopologie in Göttingen und kam 2006 in die kuratorische Abteilung des Fridericianum. Nach ihrer Tätigkeit als Projektmanagerin bei der documenta 12 arbeitete sie als Kuratorin zusammen mit Rein Wolfs am Fridericianum von 2008 bis Ende 2011. Anschließend erfüllte sie erneut die Position als Projektmanagerin für die documenta 13 und wechselte in 2013 für die Jubiläumsausgabe zum Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest.
Als kuratorische Beraterin und Assistentin des Künstlerischen Leiters Adam Szymczyk kehrte sie zur documenta 14 zurück. Anschließend realisierte sie als Projektmanagerin die Ausstellung bauhaus | documenta. Vision and Brand (2019), die in der Neuen Galerie Kassel zu sehen war. Andrea Linnenkohl war General Coordinator und Teil des Artistic Teams der documenta 15, bevor sie ihre derzeitige Position übernahm.
Photo: Nicolas Wefers
Robert Peper studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg. Es folgte die Promotion (Dr. phil.) am Institut für Soziologie und Kulturorganisation. Ab 2016 arbeitete er bei der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn. Seit 2014 ist er als freiberuflicher Kultur- und Netzwerkberater in ganz Deutschland tätig, zumeist in Kooperation mit dem Netzwerk Kulturberatung Berlin. Nach sechs Jahren Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoktorand am Institut KMM (von 2017 bis 2023) wechselte er zum Volkshochschul-Zweckverband Diemel-Egge-Weser, den er von Juli bis Dezember 2023 leitete. Es folgte der Wechsel in die Selbstständigkeit. Seit Mai 2025 leitet er die Abteilung Organisationales Lernen (Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Antidiskriminierung) der documenta und Museum Fridericianum gGmbH in Kassel.
Photo: Inga Sommer PHOTOGRAPHIE
Fokken, Linnenkohl und Peper wurden von Felix Vogel im Rahmen seiner Seminars Crip Time: Art, Architecture and Disability eingeladen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.