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Clara Bausch: Diapositiv oder Das gemeinsame Aufräumen
09.06.26, 18:00

Im Zentrum steht das Diapositiv – ein Bild, das nicht reproduziert, sondern projiziert wird: Licht, das durch Material hindurch erneut erscheint und dabei Ort, Zeit und Erinnerung miteinander verknüpft.
Ausgehend von eigenen filmischen und installativen Arbeiten verbindet der Vortrag Erfahrungen zwischen Atelier, Labor, Ausstellung und sozialem Raum. Der Vortrag führt von kollektiven Bildpraktiken wie Diaabenden und Super-8-Projektionen bis zu aktuellen Arbeiten, in denen Film als Prozess des Ordnens, Teilens und Wiederaufnehmens verstanden wird. Dabei geht es um fragmentarische Erinnerung, gemeinsames Sehen und die Frage, wie sich filmische Arbeiten ausstellen lassen, wenn sie sich festen Formen entziehen.
Einblicke in Projekte wie I love Roadmovie (2008), and the smile is red on red (2014) und movements to resist (2025) werden ergänzt durch Reflexionen zur Gründung von LaborBerlin und zu selbstorganisierten Produktions- und Präsentationsformen des Films und dem Ausstellungsprojekt Doku.Argu.Experi.Pig (2021).
Diapositiv oder das gemeinsame Aufräumen versteht künstlerische Praxis als etwas, das zwischen Menschen, Räumen und Zeiten zirkuliert – und immer wieder neu zusammengesetzt wird.

Clara Bauschs multimediale Praxis bewegt sich zwischen experimentellem Film, Fotografie, Siebdruck, Malerei und Installation. Bausch studierte Bildende Kunst an der UdK in Berlin und am Central Saint Martins College of Art & Design in London, ist Meisterschülerin von Lothar Baumgarten und Mitbegründerin von LaborBerlin e. V.. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Clara Bausch wurde von der Klasse Film und bewegtes Bild eingeladen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Abb. 1 (Projekt): circlefundament, Clara Bausch (2023)
Abb. 2 (Portrait): movements to resist, Clara Bausch (2025)