Parteiisches Design ist der Versuch, der Idee, dass Design gesellschaftlich emanzipativ wirksam sein kann, eine praktische Perspektive hinzuzufügen. Durch eine Neuverortung von Gestaltung im Bezug zu ihren Nutzer*innen, den davon Betroffenen, sowie deren sozialer Wirklichkeit und Umwelt soll der Anspruch politisch engagierter Gestaltung handfester in den gesellschaftlichen Raum – auf den sie ja abzielt – gestellt werden. Anhand voreingenommener Ausstellungsprojekte der Kooperative für Darstellungspolitik sowie einseitiger Erinnerungspolitischer Projekte der Öffentlichen Gestaltungsberatung St. Pauli im Öffentlichen Raum soll der Anspruch gestalterischer Parteinahmen diskutiert werden.
Jesko Fezer arbeitet als Gestalter. In unterschiedlichen Kooperationen widmet er sich der gesellschaftlichen Relevanz entwerferischer Praxis. Er macht mit ifau Architekturprojekte, ist Mitbegründer der Buchhandlung Pro qm in Berlin sowie Teil des Ausstellungsgestaltungsstudios Kooperative für Darstellungspolitik. Als Professor für Experimentelles Design an der HFBK Hamburg betreibt er mit Studierenden die Öffentliche Gestaltungsberatung St. Pauli. Zuletzt erschienen ist: Jesko Fezer: Umstrittene Methoden, Adocs, Hamburg 2022.
Jesko Fezer wurde im Rahmen eines von Conny Weckmann und Philipp Oswalt organisierten Seminars eingeladen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Fotos:
Projekt Ramazan Avci Platz von Kayoung Kim
Portrait Jesko Fezer von Wilfried Dechau